
Die ehrliche Antwort lautet: Eine Website kostet nicht nur „Design“. Der Preis hängt davon ab, wie klar das Angebot ist, wie viele Seiten nötig sind, ob Texte entstehen müssen, ob SEO vorbereitet wird und wie viel Betreuung nach dem Start gebraucht wird.
Passende Vertiefungen
- Pilot-Seite für 0 € im Preisbereich
Der kleinste Einstieg, wenn erst eine Nische oder ein Angebot getestet werden soll.
- Website kostenlos erstellen lassen
Erklärt, wann 0 € sinnvoll sind und welche Grenzen ein kostenloser Einstieg hat.
- Website erstellen lassen für kleine Unternehmen
Hilft bei der Entscheidung, welche Struktur ein kleines Unternehmen wirklich braucht.
- Portfolio mit Beispielseiten
Macht greifbar, wie einfache Seiten, Branchenbeispiele und Landingpages aussehen können.
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1) Warum die Frage „Was kostet eine Website?“ selten eine Zahl hat
Zwei Angebote können beide „Website“ heißen und trotzdem völlig andere Leistungen enthalten. Ein Baukasten-Start, eine einzelne Pilot-Seite, eine Landingpage mit Text und Tracking, eine kleine Firmenwebsite oder ein Shop sind keine vergleichbaren Produkte.
Für kleine Unternehmen ist deshalb nicht die niedrigste Zahl entscheidend, sondern die Frage: Welches Problem soll die Seite lösen? Soll sie nur sichtbar machen, dass es den Betrieb gibt, konkrete Anfragen bringen, eine Dienstleistung erklären oder mehrere Leistungen sauber strukturieren?
2) Die vier Preisstufen: Pilot, Landingpage, Business-Website, Shop
Eine Pilot-Seite ist der kleinste sinnvolle Einstieg. Sie eignet sich, wenn ein Angebot, eine Nische oder ein lokaler Markt erst geprüft werden soll. Der Umfang ist bewusst begrenzt: eine Seite, ein Ziel, ein Kontaktweg.
Eine Landingpage kostet mehr, weil sie ein klares Conversion-Ziel braucht: Angebot, Nutzen, Beweise, Einwände, CTA, mobile Struktur, häufig auch Tracking. Eine Business-Website ist größer, weil mehrere Seiten, Navigation, Trust-Elemente, rechtliche Seiten, SEO-Struktur und wiederverwendbare Inhaltsblöcke zusammenkommen.
Ein Online-Shop oder komplexes Portal ist eine andere Kategorie. Dort entstehen Kosten durch Produkte, Zahlungen, Versandlogik, Rechtstexte, Wartung, Sicherheit und Prozesse nach dem Kauf. Genau deshalb sollte ein Shop nicht in einen „kostenlose Website“-Vergleich gemischt werden.
3) Was die russische Keyword-Perspektive zeigt
Im vorhandenen Keyword-Planner-Export für den deutschsprachigen Markt mit russischen Suchbegriffen tauchen starke allgemeine Seeds auf: „сайт“ mit 5000 durchschnittlichen monatlichen Suchanfragen, „вебсайт“ und „лэндинг“ mit jeweils 500. Kommerzielle Preisbegriffe wie „сайт цена“, „стоимость сайта“, „цена сайта“, „цены на сайты“ und „создание веб сайта цена“ liegen im Longtail-Bereich.
Das ist typisch: Viele suchen zuerst breit nach „сайт“, werden aber kaufbereit, sobald die Frage nach Preis, Umfang und Risiko auftaucht. Deshalb sollte eine Preis-Seite nicht nur Zahlen nennen, sondern erklären, was in welchem Paket wirklich enthalten ist.
4) Woraus sich Website-Kosten zusammensetzen
Die wichtigsten Kostentreiber sind nicht nur Design und Programmierung. Dazu kommen Zielklärung, Struktur, Texte, Bildauswahl, mobile Darstellung, technische Basis, Datenschutz, Kontaktweg, SEO-Basics, Analytics und spätere Pflege.
Ein günstiger Einstieg kann sinnvoll sein, wenn Inhalte und Ziel schon klar sind. Er wird teuer, wenn erst während des Projekts entschieden werden muss, welche Leistung verkauft wird, welche Zielgruppe angesprochen wird und welche Seitenstruktur überhaupt nötig ist.
5) Wann 0 € realistisch sind — und wann nicht
0 € sind realistisch, wenn der Umfang klein und klar begrenzt ist: zum Beispiel eine Pilot-Seite für ein konkretes Angebot. Sie ersetzt keine vollständige Firmenwebsite, keinen Shop und keine dauerhafte Betreuung.
Unrealistisch wird „kostenlos“, wenn gleichzeitig individuelle Strategie, viele Unterseiten, Texte, SEO, Tracking, rechtliche Feinheiten, Domain, Hosting, Wartung und laufende Änderungen erwartet werden. Dann ist 0 € entweder Marketing-Sprache oder die Kosten liegen später an anderer Stelle.
6) Eine einfache Entscheidungshilfe
Wenn noch unklar ist, ob ein Angebot online funktioniert, starten Sie mit einer Pilot-Seite. Wenn ein konkretes Angebot beworben werden soll, ist eine Landingpage sinnvoll. Wenn das Unternehmen dauerhaft sichtbar sein und mehrere Leistungen erklären soll, braucht es eine Business-Website.
Der beste Preis ist nicht der niedrigste Preis, sondern der kleinste sinnvolle Schritt. So bleibt das Risiko niedrig und die Seite kann wachsen, wenn echte Signale aus Besuchern, Anfragen und Suchdaten da sind.
Checkliste: Preisangebot richtig vergleichen
- Ist klar, ob es um Pilot-Seite, Landingpage, Business-Website oder Shop geht?
- Sind Texte, mobile Ansicht, Kontaktweg und SEO-Basis enthalten?
- Sind Domain, Hosting, Datenschutz und spätere Pflege getrennt ausgewiesen?
- Gibt es einen klaren nächsten Schritt statt vager „Website ab“-Versprechen?
- Passt der Umfang zum Ziel oder wird zu früh zu groß geplant?
- Ist sichtbar, was nach dem Start passiert und was Änderungen kosten?
Fazit: Website-Kosten sind eine Umfangsfrage
Eine Website in Deutschland kann als kleiner Pilot starten oder als größere Business-Website geplant werden. Entscheidend ist, den Umfang ehrlich zu benennen. Für viele kleine Unternehmen ist der beste Einstieg nicht sofort das größte Paket, sondern eine klare erste Seite mit nachvollziehbarem nächsten Schritt.
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